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LAH, Lithiumaluminiumhydrid, Lithiumtetrahydridoaluminat

LiAlH4 ist ein sehr häufig vorkommendes, starkes Reduktionsmittel, das eine große Anzahl verschiedener funktioneller Gruppen reduziert.

Aktuelle Literatur


Die Herstellung von Alkenylhalogeniden beliebiger Länge aus preiswerten Ausgangsreagenzien wird berichtet. Durch organische Standardtransformationen wurden geradkettige α-Olefinhalogenide in ausgezeichneten Gesamtausbeuten ohne nachweisbare Olefinisomerisierung und unter vollständiger Rückgewinnung des nicht umgesetzten Ausgangsmaterials hergestellt.
T. W. Baughman, J. C. Sworen, K. B. Wagener, Tetrahedron, 2004, 60, 10943-10948.


Eine gebundene Alken-Funktionalität kann als spurlose Leitgruppe für eine zirkoniumkatalysierte reduktive Spaltung von Csp3- und Csp2-Kohlenstoff-Heteroatom-Bindungen, einschließlich C-O-, C-N- und C-S-Bindungen, verwendet werden. Die Reaktion ist besonders nützlich für die Spaltung von Homoallylethern und die Entfernung von terminalen Allyl- und Propargylgruppen.
C. Matt, F. Kölblin, J. Streuff, Org. Lett. 2019, 21, 6909-6913.


Sekundäre α-Chlorketimine reagieren mit Lithiumaluminiumhydrid in Ether zu Gemischen von cis- und trans-1,2,3-trisubstituierten Aziridinen durch nukleophile Addition von Hydrid über die Iminobindung und anschließende intramolekulare nukleophile Substitution. Tertiäre α-Chlorketimine reagieren in ähnlicher Weise zu 1,2,2,3-tetrasubstituierten Aziridinen. α,α-Dichlorketimine reagieren stereospezifisch ausschließlich zu cis-Aziridinen.
N. De Kimpe, L. Moens, Tetrahedron, 1990,46, 2965-2974.


Verschiedene Phosphinoxide werden durch die Verwendung eines Methylierungsreagenzes, gefolgt von Lithiumaluminiumhydrid, effizient reduziert. Optisch aktive P-chirogene Phosphinoxide werden unter Umkehrung der Konfiguration reduziert.
T. Imamoto, S.-i. Kikuchi, T. Miura, Y. Wada, Org. Lett., 2001, 3, 87-90.


Phenolcarbamate durchlaufen in Gegenwart von LDA eine anionische ortho-Fries-Umlagerung zu ihren entsprechenden Amiden. Sterisch gehinderte Substrate können mit s-BuLi/TMEDA bei -90°C umgesetzt werden. Die Amide können mit Lithiumaluminiumhydrid effizient zu den entsprechenden Mannich-Basen reduziert werden.
N. Assimomytis, Y. Sariyannis, G. Stavropoulos, P. G. Tsoungas, G. Varvounis, P. Cordopatis, Synlett, 2009, 2777-2782.


Trifluormethylarene wurden mit Lithiumaluminiumhydrid zu Toluolderivaten in guten Ausbeuten in Gegenwart von 5 mol% Niob(V)-chlorid reduziert. Die schrittweise, partielle Reduktion eines Bis(trifluormethyl)arens wurde ebenfalls gezeigt.
K. Fuchibe, Y. Ohshima, K. Mitomi, T. Akiyama, Org. Lett., 2007,9, 1497-1499.


Die Behandlung von substituierten Arylbromiden mit tert-Butyllithium in Diethylether bei -78˚C, gefolgt von der Addition an Dichlordiethoxysilan, führt zur quantitativen Bildung von Diaryldiethoxysilanen. Diaryldiethoxysilane können durch Rühren mit Lithiumaluminiumhydrid in Diethylether zu den entsprechenden Diarylsilanen reduziert werden. Diese Methode vermeidet die Handhabung von gasförmigem und explosivem Dichlorsilan.
P. Gigier, W. A. Herrmann, F. E. Kühn, Synthesis, 2010, 1431-1432.


Eine stereoselektive Hydrodefluorierungsreaktion von trifluormethylierten Alkenen mit LiAlH4 liefert terminale Monofluoralkene in sehr guten Ausbeuten und Diastereoselektivitäten. Mechanistische Untersuchungen deuten auf eine Hydroaluminierungsreaktion gefolgt von einer stereoselektiven Fluorideliminierung hin.
P. Poutrel, X. Pannecoucke, P. Jubault, T. Poisson, Org. Lett. 2020, 22, 4858-4863.

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